50 2 hz Nachrüstung
21.12.2012 11:00 von Guido Pelzer
Aufgrund der 50,2 Hz-Problematik sind Betreiber von Photovoltaik-Anlagen zur Kooperation mit dem Netzbetreiber verpflichtet – PRIOGO AG unterstützt umfassend
Stromnetze gehören zu den sensiblen Infrastrukturen. Zu jeder Zeit müssen Energienachfrage und Energieangebot im Gleichgewicht stehen. Ob dies der Fall ist, lässt sich an der Frequenz ablesen. In Europa beträgt die Frequenz im Normalzustand 50 Hertz (Hz). Wenn die Frequenz ansteigt, deutet das darauf hin, dass mehr Leistung ins Stromnetz eingespeist wird, als zur gleichen Zeit verbraucht wird. Leichte Schwankungen nach oben und unten sind üblich und werden von den Betreibern der Stromnetze beherrscht. Zu einem Problem kommt es aber, wenn die Frequenz sehr stark unter bzw. über dem Zielwert von 50,0 Hz liegt. Sollte die Frequenz zum Beispiel auf 50,2 Hz steigen, schalten sich sehr viele kleinere Stromerzeugungsanlagen wie z. B. Photovoltaik-Anlagen zeitgleich ab. Dadurch können abrupt mehrere Gigawatt Erzeugungskapazität ausfallen, und von einer Sekunde zur nächsten würde das Stromangebot stark zurückgehen. Die Wahrscheinlichkeit für einen sogenannten „Black out“ ist sehr gering, aber um ein hohes Maß an Versorgungssicherheit in Deutschland und Europa gewährleisten zu können, sind Vorsorge-Maßnahmen erforderlich. Diese werden derzeit gemeinsam vom Bundesumweltministerium, dem Bundeswirtschaftsministerium, den Netzbetreibern und Verbänden kommuniziert und umgesetzt.
Welche PV-Anlagen sind nachzurüsten?
Dazu sagt Sebastian Pönsgen von dem Zülpicher Photovoltaikspezialisten Priogo-AG: „Umzurüsten sind insbesondere Photovoltaikanlagen, die an das Niederspannungsnetz angeschlossen sind, also die typische Anlage auf dem Hausdach des Einfamilienhauses. Aber auch größere Anlagen, die auf der Mittelspannungsebene einspeisen, sind betroffen.“
Im Einzelnen sind das im Niederspannungsnetz
- Anlagen über 10 kWp mit einer Inbetriebnahme nach dem 31. August 2005
- Anlagen über 100 kWp mit einer Inbetriebnahme nach dem 30. April 2001 sowie im Mittelspannungsnetz:
- Anlagen über 30 kWp mit einer Inbetriebnahme nach dem 30. April 2001 und vor dem 01. Januar 2009
Je nach Anlagengröße muss die Umrüstung bis zu den folgenden Stichtagen erfolgt sein:
- Anlagen von 10 kWp bis zu 30 kWp >> 31. Dezember 2014
- Anlagen von 30 kWp bis zu 100 kWp >> 31. Mai 2014
- Anlagen größer als 100 kWp >> 31. August 2013
„Besonders wichtig ist für den Anlagenbetreiber, dass ihm für die Nachrüstung keine Kosten entstehen“, so Sebastian Pönsgen weiter.
Der lokale Netzbetreiber schreibt die Photovoltaikanlagenbetreiber in der nächsten Zeit an und fordert sie auf, einen Fragebogen auszufüllen und zurück zu senden, worin unter anderem nach dem Hersteller und Typ des eingesetzten Wechselrichters abgefragt wird. Nach der Auswertung der Fragebögen werden durch die Netzbetreiber fachkundige Handwerksbetriebe damit beauftragt, die Nachrüstung an den jeweiligen PV-Anlagen vorzunehmen. Dazu wird mit genügend Vorlaufzeit ein Termin mit den Anlagenbetreibern vereinbart, anschließend wird die Nachrüstung durch die ausführende Fachkraft dem Netzbetreiber bestätigt und nachgewiesen.
Die PRIOGO AG unterstützt als Service-Spezialist für Photovoltaik und regenerative Energien die Anlagenbetreiber kompetent und nachhaltig sowohl beim Ausfüllen der Fragebögen, als auch später bei der Umstellung bzw. Umrüstung ihrer Photovoltaikanlage, auch wenn die Anlage nicht von der PRIOGO AG errichtet wurde. Vorstand David Muggli: „Alle Informationen rund um die 50,2 Hz-Problematik und das Thema Solarstrom erhalten Betroffene und Interessierte unter der speziell zu diesem Thema eingerichteten Webseite 50komma2.priogo.com.“ Alternativ kann auch sofort ein unverbindliches Beratungsgespräch unter der gebührenfreien Hotline 08000-774646 vereinbart werden.
PRIOGO AG erspart Stadt Zülpich teure Dachsanierung
09.11.2012 14:00 von Guido Pelzer
…und pachtet darüber hinaus die Dachfläche der Dreifachturnhalle für eine leistungsstarke Solaranlage
„Hier haben wir eine klassische win-win-Situation, denn alle Beteiligten profitieren von diesem großartigen Projekt“, strahlte der Bürgermeister der Stadt Zülpich, Albert Bergmann, bei der offiziellen Eröffnung der Solaranlage auf der Dreifachturnhalle an der Blayer Straße. 1.500 Quadratmeter Dachfläche wurden von der in Zülpich ansässigen Solar-Firma PRIOGO AG gepachtet. Aber nicht nur, dass das zukunftsorientierte Unternehmen eine leistungsstarke Photovoltaikanlage auf das Dach gebracht hat, die jährlich ca. 500 Haushalte versorgen könnte: „Das Dach war vorher stark sanierungsbedürftig. Das hätte die Stadt alleine 80.000 Euro gekostet. Die Sanierungsarbeiten wurden aber von der PRIOGO AG übernommen. Dieses Engagement für die Stadt und die Region ist aus unserer Sicht äußerst bemerkenswert und sicherlich nicht selbstverständlich“, bekräftigte Bergmann. Das gesamte Investment der PRIOGO AG für die Solaranlage und die Dachsanierung beträgt 420.000 Euro.
Bereits seit dem 28. Juni dieses Jahres ist die Anlage am Netz und kann jährlich bis zu 170.000 Kilowattstunden „grünen Strom“ ins öffentliche Netz einspeisen. „Natürlich kann der erzeugte Strom auch für den Eigenbedarf verwendet werden, denn eine so große Turnhalle benötigt natürlich viel Energie. Und in 20 Jahren stehen auf allen Parkplätzen rund um die Halle Elektroautos, die dann quasi direkt vom Dach ‚betankt‘ werden können“, gibt sich David Muggli, Vorstand der PRIOGO AG, visionär.
Die Stadt Zülpich arbeitet als Kommune kräftig mit an der angestrebten Energiewende. So wurden bereits 18 weitere Dachflächen von öffentlichen Gebäuden für die Gewinnung von Solarstrom teilweise auch an Privatleute verpachtet. Dafür kassiert die Stadt jährlich 14.000 Euro Pacht. Neben den wirtschaftlichen Aspekten sind natürlich auch die ökologischen Gesichtspunkte von besonderer Bedeutung: „Die Kosten im Bereich der herkömmlichen Energien wie Erdöl oder Gas steigen rasant, sicher auch in den kommenden Jahren. Die Sonnenenergie wird dagegen erschwinglich bleiben. Erneuerbare Energien dürften künftig zu den auch wirtschaftlich attraktivsten Energieformen zählen, sowohl für Haushalte als auch für Kommunen und die Industrie. Erhebliche Zuwachsraten zeigen heute schon den Trend auf“, so Energieexperte David Muggli.
Die Zülpicher PRIOGO AG will gemeinsam mit der Stadt Zülpich Ökologie und Ökonomie einfach und nachhaltig in Einklang bringen: „Dazu ist es sehr wichtig, jetzt in Technologien zu investieren, die das Klima schützen. Es rechnet sich und bleibt insbesondere für Eigenheim- und Firmeninhaber lukrativ, die mit dem erzeugten Strom ihren Eigenbedarf abdecken wollen“, betont Muggli. Darüber hinaus macht sich jeder Besitzer einer Solaranlage unabhängig von den Energiekonzernen, deren Strompreise zukünftig stetig ansteigen werden.
Halbherzige Entscheidung
05.07.2012 15:00 von Guido Pelzer
Zu wenig Solarstrom-Förderung für eine entscheidende Energiewende
„Die Entscheidungen aus Berlin vom 28. Juni sind im Ansatz begrüßenswert, aber greifen deutlich zu kurz“, kommentiert David Muggli, Vorstandsvorsitzender der PRIOGO AG aus Zülpich. Zwar hat es eine punktuelle Abmilderung der Fördereinschnitte durch den Einspruch der Bundesländer gegeben, die Nachbesserungen des Erneuerbaren Energien Gesetzes gehen allerdings seiner Meinung nach nicht weit genug. Die geplante Minderung der ursprünglich geplanten Fördereinschnitte, die voraussichtlich unmittelbar von Bundestag und Bundesrat verabschiedet werden, begünstigt in erster Linie Investoren von kleinen und mittleren Solarstromanlagen. Die Solarwirtschaft spricht sich nicht grundsätzlich gegen den weiteren Abbau der Solarstromförderung aus, empfindet die geplanten Einschnitte aber als zu hoch. Beispielsweise soll die Solarstromförderung demnach künftig jährlich um bis zu 29 Prozent reduziert werden. Der Branchenverband BSW (ausschreiben) befürchtet, dass die Kostenentwicklung der Photovoltaik damit auf Dauer nicht Schritt hält. Der Berliner Vermittlungsausschuss gab bekannt, dass es bei den geplanten starken Kürzungen der Photovoltaik-Einspeisetarife zum 1. April um bis zu über 30 Prozent bleibt. Im mittleren Anlagensegment wird gleichzeitig eine Größenklasse zwischen 10 und 40 Kilowatt für größere Dachanlagen realisiert. Die monatlich vom Bundestag geplante Kürzung der Einspeisetarife wird wie geplant umgesetzt. Kleine, im Juli installierte Aufdachanlagen (bis 10 kW) erhalten eine Vergütung von 18,92 Cent/kWh, Anlagen von 10 bis 40 kWh von 17,95 Cent. Solarstromanlagen zwischen 10 und 1.000 Kilowatt erhalten den Einspeisetarif nur noch für 90 Prozent ihres erzeugten Stroms. Große Photovoltaik-Anlagen können nur bis zur Obergrenze von zehn Megawatt Leistung mit der Einspeisevergütung rechnen. Für Anlagen auf Konversionsflächen (ehemalige Militärgelände, Mülldeponien o.ä.) soll es über eine Rechtsverordnung Ausnahmeregelungen geben.
David Muggli sieht nach wie vor die positive Seite der Bundesentscheidungen: „Es ist angesichts weiter steigender Strompreise für die Endkunden weiterhin lukrativ, den Sonnenstrom vom Firmen- oder Hausdach nicht in das Stromnetz einzuspeisen, sondern für den Eigenverbrauch zu nutzen. Vor allem Unternehmen mit hohem Energieverbrauch sparen auf diese Weise erheblich“, so der Energieexperte.
Sommer. Sonne. Solarkrise
05.07.2012 14:35 von Guido Pelzer
Deutschland produziert so viel Sonnenstrom wie noch nie, doch die Solarbranche kriselt
Lesen Sie das Interview der Steyler Bank GmbH mit David Muggli, Vorstand der Priogo AG.
David Muggli beantwortet u.a. folgende Fragen:
Ist die Solarbranche in Deutschland in der Krise oder hat sich der Markt nur bereinigt?
Wie kann der schleppende Netzausbau nachhaltig beschleunigt werden?
Warum wird Industriestrom immer billiger und Haushaltsstrom immer teurer?
PRIOGO :: 5. ENERGIETAG
17.05.2012 15:00 von Guido Pelzer
Sonntag, 10. Juni 2012, 11.00 bis 16.00 Uhr
Der 5. Energietag der PRIOGO AG findet am Sonntag, den 10. Juni 2012 in der Zeit von 11.00 bis 16.00 Uhr in Zülpich statt.
Ort:
Martinskirche, Normannengasse 9 in 53909 Zülpich
Infostände zu den Themen PELLETS / SOLARTHERMIE / PHOTOVOLTAIK
Vorträge zum Thema SOLARENERGIE
12.00 Uhr: Warum ist eine PV-Anlage für mich sinnvoll? Referent, David Muggli
13.00 Uhr: Qualitätsmerkmale von Photovoltaikanlagen. Referent, Sebastian Pönsgen
14.00 Uhr: Welche Steuervergünstigungen bringen erneuerbare Energien? Referent, Dietmar Batke
15.00 Uhr: Wie kann ich den Solarstromverbrauch für den Eigenbedarf optimieren? - Ein Blick in die Zukunft. Referent, Benjamin Fritz
