Serie „Frauen bei PRIOGO“

Serie „Frauen bei PRIOGO“

von Götz Bökler

 

Der Frauenanteil in der Solarbranche ist – wie in vielen technischen Branchen – gering. Eine Entwicklung, die wir bei PRIOGO nicht bestätigen können. Während in vielen technischen Bereichen der Männeranteil überwiegt, beschäftigt PRIOGO auch viele weibliche Mitarbeiterinnen. Wir möchten Frauen ermutigen, den Schritt in Männer-dominierte Berufe zu wagen und sich auf neues, teils technisches Terrain zu begeben. Deshalb stellen wir Ihnen in unserer neuen Serie einige unserer Mitarbeiterinnen vor. Mit Stolz können wir sagen, dass jede von Ihnen einen tollen Job macht, Spaß bei ihrer Aufgabe hat und die Balance zwischen Familie & Beruf bravourös meistert. 

 

 

Teil 3 Martina Horn

Im dritten Teil der Serie stellen wir Ihnen Martina Horn vor. 

Martina Horn gehört seit Anfang 2019 zum Team von PRIOGO. Die 37-Jährige bearbeitet in der Buchhaltung Rechnungseingänge und hat den Überblick über unsere Finanzen. Warum sie dafür ein technisches Verständnis braucht und wie sie ihren Beruf mit ihrer Aufgabe als Mutter, Ehefrau und Springerin im Familienbetrieb unter einen Hut bekommt, erfahren Sie in diesem Interview.

Frau Horn, Sie sind in der Buchhaltung von PRIOGO beschäftigt. Was machen Sie genau?

Ich bin für alle Aufgaben in der Buchhaltung zuständig. Jede Rechnung, die an PRIOGO geschickt wird, landet bei mir. Ich kontrolliere sie dann, gebe sie ein und wenn alles passt, weise ich die Bezahlung an. Zudem mache ich auch die Einteilung der Konten und führe unsere Barkasse. Man hat mir hier von Anfang an ein großes Vertrauen entgegengebracht, das kannte ich so bisher nicht.

 

 

Das klingt wenig nach Technik. Brauchen Sie trotzdem ein technisches Verständnis?

Es gehört zur Philosophie von PRIOGO, dass alle Mitarbeiter zumindest die Grundlagen der Technik kennen und bei Bedarf untereinander einspringen können. Jeder schnuppert am Anfang in alle Abteilungen rein und lernt die Basics. Wenn Not an Mann und Frau ist, können wir uns flexibel untereinander vertreten. Aber auch in der Buchhaltung ist technisches Verständnis nötig. Wenn ich eine Rechnung prüfe, muss ich wissen, wie viel das Material kostet, was benötigt wird, oder ob die Zeiten gerechtfertigt sind, die unsere Subunternehmer in Rechnung stellen. Dafür muss ich eine Vorstellung von den Abläufen haben. Ich bekomme auch oft Fotos von den Baustellen und muss daran prüfen, ob das, was in der Rechnung steht, gerechtfertigt ist. Zudem macht es auch viel mehr Spaß, wenn man nicht nur nach Schema X die Dinge abarbeitet, sondern über den Tellerrand schaut. 

Sie haben Anfang 2019 bei PRIOGO angefangen. Was haben Sie vorher gemacht und wie sind Sie zu der Stelle in der Buchhaltung gekommen? 

Ich bin von der Ausbildung her Kauffrau im Einzelhandel und habe viele Jahre in dem Beruf gearbeitet. Technik war da überhaupt kein Thema. Als ich bei PRIOGO angefangen bin, habe ich erstmal alle Abteilungen durchlaufen. Es gab in mehreren Bereichen Personalbedarf und wir haben gemeinsam geschaut, was mir am meisten Spaß macht und wo ich meine Fähigkeiten am besten einsetzen kann. PRIOGO ist hier sehr unkonventionell und extrem flexibel. Es hat sich schnell gezeigt, dass ich gut mit Zahlen umgehen kann und mir die Aufgaben in der Buchhaltung leichtfallen. So hat sich mein Arbeitsplatz ergeben. Die Stelle wurde sozusagen auf mich gestrickt. 

 

 

Sie hatten in ihrem früheren Beruf keine Berührung mit Technik. Wie hat dann die Einarbeitung bei PRIOGO geklappt? 

Die Einarbeitung war Learning by Doing. Ich hatte vielleicht einen kleinen Vorteil, weil ich ab und zu im Betrieb meines Mannes aushelfe, der eine Sattlerei hat. Da bin ich es gewohnt, mit anzupacken, und habe keine Berührungsängste. Im Wesentlichen haben mir aber die Kollegen hier alles erklärt. Wir haben ein tolles Betriebsklima und jeder hilft dem anderen. Ich hatte nie Angst, Fragen zu stellen und habe immer jemanden gefunden, der mir alles erklärt hat. Es ist keine zwingende Voraussetzung für den Einstieg, dass man schon technische Kenntnisse hat. Wichtig ist nur, dass man offen und bereit ist, sich alles anzueignen. 

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit bei PRIOGO?

Neben meinen Aufgaben an sich schätze ich hier das tolle Betriebsklima. Wir pflegen ein sehr schönes, offenes Miteinander, duzen uns alle, fast wie in einer Familie. Ich kann jeden Kollegen vom Azubi bis zum Vorstand ansprechen, wenn ich eine Frage habe. Das macht wirklich Spaß.

Frau Horn, Sie sind nicht nur Mitarbeiterin bei PRIOGO, sondern auch Mutter einer 6-jährigen Tochter, Ehefrau, und ab und zu helfen Sie noch im Betrieb Ihres Mannes mit. Wie kriegen Sie das alles unter einen Hut?

Das klappt sehr gut. Ich arbeite nicht Vollzeit und zudem haben wir hier eine große Flexibilität und individuelle Arbeitszeitmodelle. PRIOGO ist da sehr fortschrittlich und ermöglicht es allen Mitarbeitern, ihr Leben neben dem Job zu organisieren. Wir haben Gleitzeit und ich kann sogar von zu Hause arbeiten, wenn es nötig ist. Besonders bei uns Frauen hier, die Kinder haben, wird individuell geguckt, wie man allen Ansprüchen gerecht wird. Darüber hinaus genieße ich es sehr, dass ich jetzt samstags frei habe. Das war früher im Einzelhandel nicht so. 

Was würden Sie Frauen raten, die überlegen, in eine technische Branche einzusteigen?

Ich rate jeder Frau, sich nicht abhalten zu lassen. Wenn das Interesse da ist, sollte man es immer versuchen. Wer es erst gar nicht probiert, kann auch nicht herausfinden, ob es klappt. 

Vielen Dank für das Gespräch. 

 

 

 

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